Schlaflosigkeit

Ein guter Schlaf ist notwendig, damit wir geistig fit und leistungsfähig sind, nicht umsonst lassen sich Leistungssportler von Schlafcoaches beraten. Anhaltender Schlafmangel hingegen führt zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsmängeln und Reizbarkeit.

Frauen haben tendenziell einen leichteren Schlaf, nicht nur in den Wechseljahren. Studien sprechen davon, dass sich bei knapp der Hälfte der Frauen im höheren Alter Schlafprobleme einstellen. Ein häufiger Grund für Schlafstörungen in den Wechseljahren sind die Hitzewallungen und der damit verbundene Nachtschweiß, der Frauen unruhig schlafen lässt.

Eine weitere Ursache, die in den Wechseljahren diskutiert wird, ist ein erhöhter Spiegel des Stresshormons Cortisol. Die Wechseljahre und Stress hängen in mehrfacher Hinsicht zusammen, viele Frauen empfinden die Wechseljahre als Stress, gleichzeitig ist in den Wechseljahren die Stressanfälligkeit höher und nicht zuletzt kann Stress die Wechseljahresbeschwerden verstärken.

MenoWissen: Das Stresshormon Cortisol

Cortisol nennt man das körpereigene Cortison. Bei Stress werden Adrenalin, das relativ rasch wieder abgebaut wird, und Cortisol ausgeschüttet. Wenn der Cortisolspiegel durch anhaltenden Stress dauerhaft erhöht ist, sind unter anderem Schlafprobleme, Gewichtszunahme, schlechte Laune, Erschöpfung und ein geschwächtes Immunsystem die Folge, übrigens steigt auch das Risiko an Osteoporose oder Diabetes zu erkranken.

Bei Frauen kommt hinzu, dass – vereinfacht gesagt – ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel die Östrogenproduktion reduziert und damit die östrogenbedingten Wechseljahresbeschwerden verstärkt. Daneben gibt es mehrere weitere Ursachen für Schlafstörungen wie bestimmte Erkrankungen, Medikamente oder unregelmäßige bzw. wechselnde Arbeitszeiten.

Gut zu wissen:

Wichtig ist auch zu unterscheiden, ob Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen vorliegen. Ursachen für Einschlafprobleme können sein:

Stress, psychische Belastungen & Probleme

Spätes Essen und Fernsehen

Sport am Abend

Ursachen für Durchschlafprobleme können sein:

Depressive Verstimmungen

Alkoholkonsum

     Alkohol erleichtert bekanntermaßen das Einschlafen, stört aber erheblich die Tiefschlafphase und führt nicht selten zu einem verkürzten Schlaf.

Tipps für einen besseren Schlaf

Regelmäßiger Sport und körperliche Aktivität sorgen für eine gewisse Bettschwere

Schweres Essen am Abend und Kaffee meiden, wenn Sie empfindlich darauf reagieren.

Möglichst regelmäßige Schlafzeiten

Das Schlafzimmer tendenziell kühl halten und ausreichend lüften

Keine elektrischen Geräte im Schlafzimmer, insbesondere kein Smartphone oder Tablet, da das blaue Licht das Einschlafen stört.