Hitzewallungen

Hitzewallungen in den Wechseljahren – Was tun?

Hitzewallungen, vermehrtes Schwitzen und Nachtschweiß gehören zu den häufigsten Symptomen in den Wechseljahren. Hitzewallungen sind eine Reaktion des Körpers auf den sich ändernden Hormonspiegel und treten vor allem in der Anfangszeit der Wechseljahre auf, im Laufe der Zeit legen sie sich wieder.

Hitzewallungen beginnen meist im Brustbereich und breiten sich schubartig über den Hals und Kopf in die Oberarme aus. Das Herz schlägt schneller und es kann zu Hautrötungen und Schweißausbrüchen kommen. Die Episoden sind üblicherweise relativ kurz und dauern meist nur wenige Minuten, allerdings können sie mehrmals am Tag auftreten.

MenoWissen: Wie kommt es zu Hitzewallungen?

Das vegetative Nervensystem ist ein komplexes autonomes Steuerungssystem des menschlichen Körpers und regelt viele Prozesse wie Atmung, Herzschlag oder Stoffwechselvorgänge und auch die Körpertemperatur.

Die Thermoregulation des menschlichen Körpers hat die Aufgabe, für eine konstante Körpertemperatur von etwa 37 Grad zu sorgen. Dazu gibt es zwei Sollwerte – einen oberen und einen unteren. Wird der obere Sollwert (beispielsweise beim Sport oder durch Fieber) überschritten, werden die peripheren Gefäße erweitert und es kommt zum Schwitzen, um eine Abkühlung herbeizuführen. Wenn der untere Sollwert (beispielsweise im Winter) unterschritten wird, verengen sich die peripheren Gefäße, um den Wärmeverlust zu reduzieren.

Hinsichtlich der Hitzewallungen wird diskutiert, dass die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren zu einer Fehlsteuerung des Temperaturregelkreises führen können. Dabei nimmt das Temperaturzentrum fälschlicherweise schon geringe Körpertemperaturveränderungen als Überschreitung der Sollwerte wahr und reagiert darauf mit Hitzewallungen, die von Hautrötungen und Schwitzen begleitet werden.

Im Laufe der Wechseljahre kommt es zu einer Anpassung und damit wieder zu einer normal funktionierenden Thermoregulation. Dauer und Schweregrad dieses Anpassungsprozesses sind individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt.

 

Was kann man tun gegen Hitzewallungen?

Hitzewallungen sind letztlich vor allem lästig und unangenehm. Was also tun? Als einfache Regel gilt, möglichst alles vermeiden, was Hitzewallungen begünstigt. Also Genussmittel wie Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol und Zigaretten sowie scharfe Gewürze wie Ingwer oder Chili oder auch schweres Essen meiden oder reduzieren. Auch Übergewicht kann zu leichterem Schwitzen führen, deshalb ist es günstig, Normalgewicht zu halten oder anzustreben.

Oft hilft es auch den Kleidungsstil zu optimieren. Flexible Kleidung (sogenannter Zwiebellook) lässt sich leichter anpassen als zu warme, dicke Kleidung. Ebenso sind Naturfasern besser geeignet als synthetisches Material.

Hier einige weitere Tipps :

Zum gezielten Stressabbau und zur Entspannung eignen sich beispielsweise Yoga, Autogenes Training oder Tai Chi.

Optimal ist eine leichte Ernährung mit viel Gemüse und Obst und ausreichender Flüssigkeitszufuhr, am besten mindesten 2 Liter Mineralwasser oder ungesüßten Tee täglich.

Positiv wirkt sich auch Bewegung und Sport aus. Sei es im Alltag – mal auf das Auto oder den Aufzug verzichten – oder beim Walken, Radfahren, Spazierengehen oder Wandern.

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