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Sexualität in den Wechseljahren: Liebe und Lust neu entdecken

Es gibt kaum ein Thema, das so tabuisiert wird: Sexualität in den Wechseljahren. Während manche Frauen kaum Lust auf Nähe und Intimität verspüren, entdecken andere Frauen wiederum Ihre Sexualität ganz neu. Oftmals hängt diese Veränderung mit den Hormonen zusammen, doch auch andere Faktoren können sich auf die Libido auswirken. Wie sich dies zeigt, welche Ursachen dahinter stecken und was Sie für eine erfüllte Sexualität in den Wechseljahren tun können, lesen Sie in diesem Artikel.

Was ist Sexualität?

Der Sexualtrieb wird durch Hormone gesteuert. Bei Männern überwiegt das Testosteron, bei Frauen Östrogen und Progesteron. Weil Testosteron nahezu immer gleich hohe Werte hat, ist die Libido bei Männern kaum Schwankungen unterworfen. Bei Frauen hingegen zeigen sich zyklische Veränderungen. Besonders während des Eisprungs, also wenn Östrogen und Progesteron in hoher Konzentration im Blut sind, ist die Libido am höchsten. Das liegt daran, dass eine Befruchtung und somit eine Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt möglich wäre. Allein die Hormone bestimmen jedoch nicht nur die Sexualität, auch gesellschaftliche Normen, persönliche Präferenzen, Erfahrungen und Lebensumstände prägen die individuelle Libido. Aus diesem Grund ist die Sexualität bei allen Menschen unterschiedlich

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Veränderte Libido in den Wechseljahren

Weil Sexualität durch viele Faktoren beeinflusst wird, kann es in den Wechseljahren zu einer verminderten oder auch zu einer gesteigerten Lust kommen. 

Libidoverlust in den Wechseljahren

Ab der zweiten Lebensmitte stellen die Eierstöcke allmählich ihre Funktion ein und produzieren immer weniger Sexualhormone. Infolgedessen sinkt der Östrogen- und Progesteronspiegel und die Wechseljahre beginnen. Das kann sich auf die Libido auswirken. Die betroffenen Frauen verspüren kaum Lust auf Sex und möchten keine Intimität. Studien zufolge ist dieser Libidoverlust in den Wechseljahren relativ häufig zu beobachten. Etwa die Hälfte aller Frauen hat ein vermindertes Interesse an Sex und ca. ein Drittel verspürt gar keine Lust mehr auf Intimität. Wenn dieses Phänomen mit einem verringerten Selbstwertgefühl oder Partnerschaftsproblemen einhergeht, dann kann der Libidoverlust in den Wechseljahren durchaus belastend sein. 

Gesteigerte Lust in den Wechseljahren

Dass nicht immer nur die Hormone für die Sexualität entscheidend sind, zeigt sich bei einigen Frauen, die das Gegenteil erleben. Sie verspüren eine gesteigerte Lust in den Wechseljahren. Besonders durch den Wegfall der Verhütung erleben die Betroffenen eine innere Befreiung. Auch der Auszug der eigenen Kinder bringt mehr Zeit für Zweisamkeit. Manchmal verlieben sich Frauen in den Wechseljahren auch frisch und entfachen ihre Lust auf Sex und Nähe neu. All diese Gründe können die Libido in den Wechseljahren steigern. 

Auswirkungen der Wechseljahre auf die Sexualität  

Während der Wechseljahre drosseln die Eierstöcke zuerst die Produktion von Progesteron, später auch von Östrogen. Allerdings geschieht dies nicht gleichmäßig. Vielmehr unterliegt der Östrogen- und Progesteronspiegel starken Schwankungen. Dies zeigt sich durch verschiedene Wechseljahresbeschwerden. Einige davon können sich auch auf die Sexualität auswirken

Hormonelle Veränderungen

Östrogen und Progesteron spielen nicht nur eine entscheidende Rolle beim Menstruationszyklus oder bei einer Schwangerschaft. Vielmehr sind die Sexualhormone für verschiedenste Körperfunktionen unerlässlich. Sinkt die Konzentration, kommt es nicht selten zu Beschwerden. So gehen die Wechseljahre auch häufig mit Scheidentrockenheit oder wiederkehrenden Harnwegsinfekten einher. Dies lässt die Lust auf Sex bei vielen Frauen sinken. Auch klimakterische Symptome wie unregelmäßige Blutungen oder Inkontinenz können sich negativ auf die Libido auswirken. Ebenso tritt die Bedeutung von Intimität und Sex durch Hitzewallungen oder chronische Müdigkeit oft in den Hintergrund. 

Organische Ursachen

Neben hormonellen Ursachen können auch körperliche Beschwerden zu einer veränderten Sexualität führen. Denn mit zunehmendem Alter sinkt die physische Leistungsfähigkeit, das Regenerationsbedürfnis wird größer. Viele Frauen fühlen sich dadurch dauerhaft müde und abgeschlagen. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit einer chronischen Erkrankung wie Schilddrüsenfehlfunktionen, Rheuma, Arthrose oder Diabetes. Sowohl die Erkrankungen selbst als auch die Medikamente zur Behandlung können sich negativ auf das sexuelle Verlangen auswirken. Nicht zuletzt kommt es durch die Wechseljahre zu einer Bindegewebsschwäche, was eine Absenkung der Geschlechtsorgane zur Folge hat. Das führt in vielen Fällen beim Sex zu Schmerzen und zu sexueller Unlust

Psychische Ursachen

Vor allem im Klimakterium sind viele Frauen unsicher. Denn der eigene Körper verändert sich und zeigt deutlich das Ende der Fruchtbarkeit. Manchmal fühlen sich die Betroffenen dadurch weniger begehrenswert oder attraktiv. Hinzu kommen häufig auch Veränderungen und Umbrüche während der Wechseljahre dazu. Die Kinder ziehen aus und die eigenen Eltern benötigen Hilfe – all das kann die schönen Seiten des Lebens für eine gewisse Zeit überschatten. Wenn die eigenen Bedürfnisse bei all dem Stress auf der Strecke bleiben, kann das zum Lustkiller werden. 

7 Tipps für eine erfüllte Sexualität in den Wechseljahren  

Die Wechseljahre lassen sich zwar nicht aufhalten, aber das bedeutet nicht das Ende der Sexualität. Mit ein bisschen Unterstützung können Sie Ihre Libido wieder auffrischen. 

Vertrauen Sie in Ihre Partnerschaft

Wenn Sie auch in der zweiten Lebenshälfte ein erfülltes Sexualleben haben möchten, ist Kommunikation das A und O. Besonders in langjährigen Beziehungen fällt Ihnen das vielleicht etwas schwer. Doch das Vertrauen erleichtert meist die Kommunikation. Über Intimität und Sex zu reden hilft, die eigenen Wünsche zu verdeutlichen und auch den Partner oder die Partnerin zu verstehen. Sie müssen sich nicht für Ihre Gefühle schämen, sprechen Sie einfach über Ihr Verlangen und auch über Ihre Unzufriedenheit. Das kann Ihnen als Paar helfen, sich den Veränderungen der Wechseljahre anzupassen. Und bei einer neuen Partnerschaft kommen Sie sich mit Zeit für Kommunikation als Paar schnell näher. 


Befeuchten Sie Ihre Scheide

Scheidentrockenheit in den Wechseljahren sollte kein Tabuthema sein. Geben Sie Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin Rückmeldung, wenn Sie Schmerzen beim Sex spüren. Denn dies kann sexuelle Unlust deutlich verstärken. Aufgrund des Östrogenmangels wird die Schleimhaut dünner und trockener, bei Reibung kann dies dann Mikroeinrisse begünstigen. Hormonfreie Gleitgels oder Gleitcremes können hier gut helfen. Wenn Sie ohnehin unter starken Wechseljahresbeschwerden leiden, dann gibt es auch die Möglichkeit östrogenhaltiger Cremes, Zäpfchen oder Ringe, welche Sie lokal in der Vagina anwenden. 


Genießen Sie Selbstbefriedigung

Der wichtigste Schritt zu einem erfüllten Sexualleben in den Wechseljahren ist der Weg zu sich selbst. Denn nur wenn Sie wissen, was Sie möchten, was Ihr Verlangen anregt oder Ihrer Lust auf die Sprünge hilft, können Sie dies auch in der Partnerschaft ausleben. Probieren Sie deshalb doch auch mal verschiedene Dinge alleine aus. Die sexuelle Erregung lässt nicht nur die Schleimhautdrüsen in der Vagina mehr Sekret bilden, außerdem können Sie so wunderbar entspannen und etwas gelassener beim Thema Sex werden


Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für den Anfang

Besonders in den Wechseljahren hat das Vorspiel eine wichtige Bedeutung. Denn dadurch hat die Vaginalschleimhaut ausreichend Zeit, um Schleim zu produzieren – die beste Voraussetzung für schmerzfreien Sex. Nehmen Sie deshalb Druck und Stress raus und genießen Sie langsame Annäherungen, Liebkosungen und Zärtlichkeiten. Es gibt viele Anregungen, die Leidenschaft und Frische in Ihr Sexualleben bringen können. 


Seien Sie selbstbestimmt

Wenn Sie die Wechseljahre als einen fortschreitenden Prozess der Reife sehen, können Sie die Veränderungen besser annehmen und vielleicht sogar auch Gewinne daraus ziehen. Denn im mittleren Alter kennen Sie sich und Ihre Bedürfnisse sehr gut, Sie haben meist mehr Zeit als früher und können Dinge entspannter angehen. Diese Selbstbestimmtheit steigert Ihre Attraktivität und kann Ihr Liebesleben durchaus auffrischen


Sie sind schön

Im Laufe der Zeit werden viele Frauen selbstkritischer. Manche fühlen sich dann in ihrem eigenen Körper nicht mehr wohl. Im Zusammenhang mit der endenden Fruchtbarkeit stellen sich hin und wieder auch Minderwertigkeitsgefühle ein. Schnell kann sich diese Frustration auch auf das Sexualleben auswirken. Doch vielleicht sind diese kritischen Gedanken nur bei Ihnen und Ihr Partner oder Ihre Partnerin findet Sie weiterhin attraktiv? Versuchen Sie sich deshalb von gesellschaftlichen Zwängen und medialen Normen zu befreien. Denn auch in den Wechseljahren sind Sie schön.


Akzeptieren Sie sich so, wie Sie sind

Selbstbewusstsein macht attraktiv! In einigen sexualpsychologischen Studien untersuchte man die Korrelation von Ausstrahlung und Attraktivität. Die Ergebnisse waren nahezu immer identisch. Heterosexuelle Männer unterschiedlichen Alters gaben an, dass sie selbstbewusste Frauen mit einer positiven Einstellung zu Sexualität am attraktivsten finden. Für Sie bedeutet das nichts anderes, als dass Sie sich so akzeptieren sollten, wie Sie sind. 

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Sehr tolle Referentin, super Erklärungen, es tut so gut zu wissen, dass es uns allen irgendwann mal so geht und diese Phase auch mal vorüber geht 🤪 Vielen Dank dafür!

MANDY

Fazit

Nicht nur in langjährige Beziehungen, auch in neuen Partnerschaften kann es während der Wechseljahre zu sexueller Unlust kommen. Oftmals sind die sinkenden Hormone Schuld, doch auch andere Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Sie müssen den Libidoverlust in den Wechseljahren aber nicht einfach hinnehmen. Denn Sie profitieren von Ihrer Erfahrung und Sie kennen sich selbst sehr gut. Deshalb können Sie klar formulieren, was Sie sich wünschen und was Sie brauchen. Und körperliche oder emotionale Wechseljahresbeschwerden, welche sexuelle Unlust begünstigen, lassen sich häufig mit einfachen Mitteln behandeln. So steht Ihr Liebesleben unter einem guten Stern.

Bewegung in den Wechseljahren
Häufige Fragen zu Sexualität in den Wechseljahren (FAQ)

Sexualität ist in jedem Alter wichtig. Es ist ein Grundbedürfnis – auch in den Wechseljahren. Doch Sexualität kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, sodass sich die Intensität im Laufe des Lebens häufig verändert.

Grundsätzlich muss die Libido in den Wechseljahren nicht abnehmen. Es gibt auch Frauen, bei denen die sexuelle Lust im Klimakterium zunimmt. Denn viele Faktoren beeinflussen das Erleben und Empfinden.

Vor allem Krankheiten, die Schmerzen verursachen (Rheuma, Arthrose, Morbus Crohn), können zum Lustkiller werden. Aber auch einige Medikamente (Antidepressiva, Schlafmittel, Schmerzmittel) wirken sich dämpfend auf die Libido aus.

Oftmals nimmt das sexuelle Verlangen in der Menopause wieder zu. Denn Wechseljahresbeschwerden, Stress und emotionale Belastungen gehören dann oftmals der Vergangenheit an. Das wirkt entspannend und kann die Sexualität neu beflügeln.

Grundsätzlich ist eine Schwangerschaft auch in den Wechseljahren möglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, bis zur Menopause zu verhüten.

Auch in den Wechseljahren ist die Verhütung mit der Antibabypille möglich. Ebenso können aber auch Spiralen oder Kondome relativ sicher vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen.

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Die in Berlin ansässige PhytoLife Pharma GmbH wurde 2017 als Joint-Venture der seit über 15 Jahren in Südkorea operierenden Natura Life Group gegründet und ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von hormonfreien Produkten für Frauen in den Wechseljahren.


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