Stimmungs Schwankungen

 

Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren

Zu Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen kommt es in den Wechseljahren nicht selten, 30 – 40 % der Frauen leiden darunter. Frauen sind übrigens grundsätzlich anfälliger dafür, sie erkranken etwa doppelt so häufig an Depressionen wie Männer. Für das Auftreten dieser Beschwerden in den Wechseljahren gibt es im Wesentlichen zwei Gründe:

Zum einen können die sich ändernden Lebensumstände belasten. Das Älterwerden zeichnet sich spürbar ab, die Kinder sind meist schon erwachsen und ausgezogen und in Folge steht bisweilen die Partnerschaft auf dem Prüfstand. Nicht selten werden in dieser Phase die Eltern krank, pflegebedürftig oder sterben. Und die beruflichen Anforderungen werden auch nicht geringer.

Der zweite Aspekt hängt mit dem Absinken des Östrogenspiegels zusammen, da dadurch auch der Serotonin- und Noradrenalinspiegel sinkt. Als eine Folge kann es zu einer Beeinträchtigung der Körpertemperatursteuerung und damit zu den typischen Hitzewallungen kommen. Die andere Folge können Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen bis hin zu einer klassischen Depression sein.

MenoWissen: Wie die Biochemie uns glücklich macht

Neben Dopamin, das als das Glückshormon bekannt ist, hat unser Körper ein Arsenal an Botenstoffen, die dafür sorgen, dass wir uns glücklich und wohl fühlen.

Zwei davon sind:

Serotonin ist unser Wohlfühlhormon

Noradrenalin ist unser Motivationshormon

Serotonin fördert unsere Gelassenheit, innere Ruhe und Zufriedenheit. Bei einer klassischen Depression liegt häufig ein Serotoninmangel vor, der sich unter anderem in einer gedrückten Stimmung und Interessensverlust äußern kann.

Noradrenalin ist chemisch eng mit dem Stresshormon Adrenalin verwandt und steigert unsere Aktivität, geistige Präsenz und Motivation. Ein Noradrenalinmangel kann bei einer Antriebsschwäche, ein anderes typisches Kennzeichen einer klassischen Depression, ins Spiel kommen.

Bei leichteren Beschwerden kann eine Selbstmedikation mit Johanniskraut versucht werden. Bei innerer Unruhe und Schlafproblemen können auch Lavendel, Passionsblume, Baldrian, Hopfen oder Melisse helfen.

Bei ausgeprägten Beschwerden ist eine ärztliche Beratung empfehlenswert. Eine temporäre Therapie mit verschreibungspflichtigen Antidepressiva, die die Konzentration dieser Botenstoffe normalisieren, kann durchaus sinnvoll sein.

Tipp: Bewegung an der frischen Luft und insbesondere Sport haben eine antriebssteigernde und stimmungsaufhellende Wirkung.