Stimmungsschwankungen

Stimmungsschwankungen gehören zu den oft auftretenden Symptomen während der Wechseljahre.
Sie können über einen längeren Zeitraum und in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Ein Grund dafür ist der absinkende Östrogenspiegel.

MenoWissen: Wie die Biochemie uns glücklich macht

Neben Dopamin, das als das Glückshormon bekannt ist, hat unser Körper ein Arsenal an Botenstoffen, die dafür sorgen, dass wir uns glücklich und wohl fühlen.

Zwei davon sind:

Serotonin ist unser Wohlfühlhormon

Noradrenalin ist unser Motivationshormon

Serotonin fördert unsere Gelassenheit, innere Ruhe und Zufriedenheit. Bei einer klassischen Depression liegt häufig ein Serotoninmangel vor, der sich unter anderem in einer gedrückten Stimmung und Interessensverlust äußern kann.

Noradrenalin ist chemisch eng mit dem Stresshormon Adrenalin verwandt und steigert unsere Aktivität, geistige Präsenz und Motivation. Ein Noradrenalinmangel kann bei einer Antriebsschwäche, ein anderes typisches Kennzeichen einer klassischen Depression, ins Spiel kommen.

Bei leichteren Beschwerden kann eine Selbstmedikation mit Johanniskraut versucht werden. Bei innerer Unruhe und Schlafproblemen können auch Lavendel, Passionsblume, Baldrian, Hopfen oder Melisse helfen.

Bei ausgeprägten Beschwerden ist eine ärztliche Beratung empfehlenswert. Eine temporäre Therapie mit verschreibungspflichtigen Antidepressiva, die die Konzentration dieser Botenstoffe normalisieren, kann durchaus sinnvoll sein.

Tipp: Bewegung an der frischen Luft und insbesondere Sport haben eine antriebssteigernde und stimmungsaufhellende Wirkung.