Scheidentrockenheit in den Wechseljahren

Scheidentrockenheit ist eines der häufigsten Probleme in und nach den Wechseljahren. Und
es betrifft mehr als die Hälfte der Frauen. Das ist mehr als jede 2. Frau, was bedeutet:
entweder du oder ich. Oder du oder deine beste Freundin?

Symptome der Scheidentrockenheit

Viele Frauen bemerken aufgrund dieser Veränderungen verstärkte Beschwerden wie Brennen, Infektionen oder auch ein vermindertes sexuelles Empfinden. Folgende Symptome können Indizien dafür sein, dass du unter Scheidentrockenheit leidest:

Schmerzen, Reizungen,
Infektionen, Brennen oder
Trockenheit beim Sex

Infektionen

Blutungen oder
Schmierblutungen während
oder nach dem Sex

Erschwerter oder
unangenehmerer Abstrich
beim Frauenarzt

Verändertes Aussehen
des Genitalbereichs

Inkontinenz

Allgemein bekannt ist, dass Scheidentrockenheit in vielen Fällen Schmerzen beim Sex verursacht. Unser Sexualleben leidet massiv darunter. Unabhängig davon kann vaginale Trockenheit unseren gesamten Alltag stark beeinträchtigen.

Bei manchen Frauen ist es sogar so schlimm, dass bereits Sitzen oder Stehen als unangenehm empfunden wird. Auch beim Sport kann es schmerzhaft werden. Vaginale Trockenheit kann sogar Inkontinenz zur Folge haben oder verstärken, falls bereits erste Anzeichen vorhanden sind. Das Urinieren brennt zuweilen höllisch. Harnwegsinfektionen oder Hefepilzinfektionen häufen sich.

Dass sich dies extrem nachteilig auf die gesamte Lebensqualität auswirkt, liegt auf der Hand.

Mit diesem Beitrag möchten wir dir helfen, die Scheidentrockenheit in und nach den Wechseljahren, ihre Symptome, Ursachen und Behandlung zu verstehen. Wir möchten dir aufzeigen, dass du mit dem Problem nicht allein bist, und wir möchten dich ermutigen, deine ersten Schritte zu tun, um dein sexuelles Selbstvertrauen und deine Lebensqualität zurückzugewinnen.

Mit diesem Beitrag möchten wir dir helfen, die Scheidentrockenheit in und nach den Wechseljahren, ihre Symptome, Ursachen und Behandlung zu verstehen. Wir möchten dir aufzeigen, dass du mit dem Problem nicht allein bist, und wir möchten dich ermutigen, deine ersten Schritte zu tun, um dein sexuelles Selbstvertrauen und deine Lebensqualität zurückzugewinnen.

Die gute Nachricht ist: Vaginale Trockenheit muss nicht als unvermeidlicher Teil des Älterwerdens akzeptiert werden – wir zeigen dir auf, was du ganz einfach dagegen tun kannst.

Ursachen der Scheidentrockenheit

Die Trockenheit entsteht, wenn der Östrogenspiegel sinkt. Bis zur Menopause kümmert sich das Hormon Östrogen darum, dass die Wände der Vagina dick und elastisch bleiben. Zahlreiche Kollagenmoleküle sorgen für Elastizität, Hyaluronsäure führt Feuchtigkeit zu, zahlreiche Blutgefäße sorgen für eine gute Durchblutung. Laktobazillen (kennst du von den probiotischen Joghurts) tragen dazu bei, den pH-Wert der Vagina niedrig (sauer) zu halten. Dadurch werden andere, weniger gute Bakterien und Hefepilze ferngehalten. Alle diese Faktoren, die die Vagina elastisch und gesund halten, sind auf die treibende Kraft des Östrogens angewiesen.

Sobald der Östrogenspiegel sinkt, wird das Vagina-Gewebe dünner und weniger elastisch. Feuchtigkeits-, Kollagen- und Säureproduktion nehmen deutlich ab. Das heißt, es wird weniger Scheidenflüssigkeit produziert. Die guten Laktobazillen können in der Vagina nicht mehr überleben, so dass andere Bakterien eindringen können, die nicht immer zu den „Guten“ gehören.

Zeitpunkt der Scheidentrockenheit in den Wechseljahren

Feuchtigkeit in der Scheide

Für die meisten Frauen ist es völlig normal, einen leichten weißen Scheidenausfluss zu haben. Diese natürliche Scheidenfeuchtigkeit hält die innere Vagina geschmeidig und feucht. Sie fließt langsam durch die Vagina, hält sie dabei sauber und entfernt abgestorbene Zellen. Der leicht saure pH-Wert von (3,7 bis 4,5) hält den gesamten Intimbereich gesund und schützt vor (Pilz-) Infektionen wie der häufig verbreiteten Candidose.

Verstärkt wird der Scheidenausfluss bei sexueller Erregung. Jetzt produzieren die Bartholin-Drüsen (zwei Drüsen am Eingang der Vagina) zusätzliche Feuchtigkeit, um den Geschlechtsverkehr zu erleichtern. Der Fachbegriff heißt Lubrikation.

Wenn das Vaginalgewebe mit den Wechseljahren immer trockener und dünner wird (Vaginale Atrophie), kann Sex unangenehm oder schmerzhaft werden; selbst alltägliche Aktivitäten wie Sport oder auch einfach nur langes Sitzen können Beschwerden verursachen.

Wie viele Frauen sind betroffen?

Vaginale Trockenheit kann jede Frau betreffen.

58%

Bei 58 % der Frauen zwischen 51 und
60 Jahren tritt sie besonders häufig
nach der Menopause auf.

25%

Etwa 25 % der Frauen zwischen 50
und 59 Jahren hat Probleme mit
vaginaler Scheidentrockenheit beim
Sex. Davon leiden 16 % unter
Schmerzen.

17%

Etwa 17 % der Frauen im Alter
zwischen 18 und 50 Jahren haben
Probleme mit Scheidentrockenheit
beim Sex vor der Menopause.

Dein „Silent Problem“ löst sich nicht von allein

Gleichzeitig ist Scheidentrockenheit -trotz einem Großteil betroffener
Frauen- ein Thema, über das nur ungern gesprochen wird. Es ist immer noch ein „silent problem“. Frau schweigt lieber darüber. Es ist peinlich.

Wenn Sex unangenehm oder schmerzhaft ist, wird das zwangsläufig die Beziehung zu deinem Partner belasten. Insbesondere dann, wenn du dich nicht in der Lage fühlst, deinem Partner zu sagen, warum du dich zurückziehst und kaum oder kein Interesse mehr an sexueller Aktivität hast.

Vielen Frauen ist es peinlich, mit ihrem Partner oder ihren Freunden über dieses Thema zu sprechen. Sogar nur ein Viertel der betroffenen Frauen holt sich professionellen Rat bei ihrem Frauenarzt / ihrer Frauenärztin.

Nein, Scheidentrockenheit ist nicht peinlich. Es ist natürlich. Und du kannst etwas dagegen tun.

Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Frauen liegt derzeit bei 83,6 Jahren. Bitte mache dir bewusst, dass die Zeit nach deiner Menopause etwa ein Drittel deines Lebens ausmacht. Um diese genussvoll, sexuell erfüllt und glücklich zu verbringen, ist es umso wichtiger, dass du versuchst, möglichst die Lebensqualität zu erhalten, die du vor den Wechseljahren hattest!

Was kann Frau tun – gute, praktische Tipps

Die Erkenntnis, dass Scheidentrockenheit normal und häufig ist, ist der erste Schritt, um sich selbst zu helfen.

Medizinische Behandlung

Der nächste Schritt sollte das Gespräch mit deinem Frauenarzt / deiner Frauenärztin, der / die dir eine für dich geeignete Behandlung empfehlen kann. Auch wenn es dir im 1. Moment sehr unangenehm erscheint: Es wird dir so viel Lebensqualität zurückbringen, wenn du es wagst, über deinen Schatten zu springen und mit dem Arzt / der Ärztin deines Vertrauens über dein Problem zu sprechen.

Zur medizinischen Behandlung eignen sich vaginale hormonelle Cremes, Ringe oder Tabletten und Lasertherapie (Mona Lisa Therapie).

Die hormonellen Cremes und Ringe sind am höchsten dosiert. Da diese Hormone direkt in der Vagina angewendet werden, verbleiben sie dort und werden nicht durch den Körper geleitet. Die Risiken minimieren sich. Niedrig dosierte Tablette eignen sich für Patientinnen mit entsprechender medizinischer Vorgeschichte wie Brustkrebs etc.

Weitere Empfehlungen

Zusätzlich gibt es eine Reihe einfacher, sehr nützlicher Möglichkeiten, deiner trockenen Vagina zu einem feuchten Wohlfühlmilieu zu verhelfen:

Nicht nur für das Gesicht: Tägliches, sanftes Eincremen der Vagina ist ein einfacher und wirksamer Weg gegen das unangenehme Trockenheitsgefühl. Am besten verwendest du eine naturbelassene Feuchtigkeitscreme ohne Zusatzstoffe, die auch bei Hautreizungen hilft.

Gleitmittel beim Sex zu nutzen ist eine gute Idee für angenehmen Sex und gleichzeitig ein guter Schutz vor Rissen und Infektionen; nicht nur für Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden. Sie ähneln der natürlichen Schmierung und sollten auf den Bereich um die Schamlippen (Vulva) und Vagina aufgetragen werden, bevor der Geschlechtsverkehr stattfindet.
Wähle das Gleitmittel bitte sorgfältig aus: Farb- und Zusatzstoffe, Düfte, Glitzer (!), wärmende oder kribbelnde Elemente und sonstige vermeintlich betörende Inhaltsstoffe können das empfindliche Gewebe deiner Vagina sehr schädigen und sogar Infektionen verursachen.

Hygiene
Beschränke die tägliche Reinigung immer nur auf die äußeren Bereiche; das Innere kann sich um sich selbst kümmern. Um empfindliche Stellen nicht zu reizen, ist es ideal, ein sehr sanftes Reinigungsmittel zu verwenden. Nicht parfümierte Seifen auf Naturbasis oder Babyseife eignen sich hier wunderbar. Spülungen sind nicht empfohlen. Sie können den natürlichen pH-Wert des Körpers weiter stören und alle möglichen Probleme verursachen, einige davon sehr ernst.

Achtsamkeit beim Sex
Lasst euch beim Intimwerden mehr Zeit, um der Bartholin-Drüse Zeit zu geben, vor dem Geschlechtsverkehr die maximale Menge an Lubrikation zu produzieren. Ein genussvolles Vorspiel ist die Ouvertüre für einen erfüllenden Genuss.

Sex, Selbstbefriedigung und ein guter Vibrator können die Lust und die Durchblutung steigern. Ja, du hast richtig gelesen! Die Vagina besteht nämlich aus Muskeln. Und nur Muskeln, die trainiert werden, können richtig funktionieren!

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