Welt-Menopause-Tag

Welt-Menopause-Tag

Hallo ihr Lieben,

Ich sage “Menopause”, und ihr sagt mir, was eure ersten drei Gedanken zum Thema sind. Und, ist euch auch etwas Schönes eingefallen? Mit hoher Wahrscheinlichkeit rangen Hitzewallungen, Launenachterbahn und Libidoverlust um den ersten Platz in einer Liste, die so gut wie nie mit positiven Assoziationen gespickt ist. Warum ist das so, und weshalb tun wir uns mit Meno-Positivity so schwer? Vielleicht deshalb, weil all das, was wir über die Menopause wissen, ein selbst zusammengestückelter Fleckenteppich aus Aufgeschnapptem ist. Bei der eigenen Mama erinnern wir uns an den hektisch vom Körper gerissenen Pullover und beziehen uns vage auf die ein oder andere Überschrift in einem Lesezirkel-Gesundheitsheft im Gynäkolog*innenenvorzimmer. Der Welt-Menopause-Tag am 18. Oktober rückt die Menopause ins Rampenlicht und fordert einen neuen Umgang mit einem Thema, das uns alle betrifft.

Ella's Kolumne - Abnehmen in den Wechseljahren

Die Menopause betrifft die Gesellschaft

In Deutschland erleben in diesem Augenblick neun Millionen Frauen ihre Menopause. Das sind neun Millionen Frauen, die sich in diesem Moment mit unterschiedlich stark ausgeprägten Themen wie Schlafstörungen, Haarausfall, Scheidentrockenheit, Libidoverlust, Stimmungsschwankungen, Zyklusveränderungen und der damit einhergehenden Selbstwertproblematik auseinandersetzen. Viele von ihnen sind dabei auf sich selbst gestellt, denn bisher war der Dialog über die Menopause weder salonfähig noch fand er angeregt in einem versteckten Kämmerchen statt. Das ändert sich gerade. Die Stimmen der Frauen, die Veränderung fordern, werden zunehmend lauter. Sie beginnen sich zu zeigen, zu verbinden, und sie trauen sich. Stephanie Hielschers Podcast “50 über 50” ist nur eins der keimenden Formate, die uns einladen, Frauen über 50 wahrzunehmen, kennenzulernen und ihnen zuzuhören. Es gilt Räume zu schaffen, in denen der Diskurs, die Aufklärung und die aufrichtige Begleitung von Frauen jenseits der 40 stattfindet. Von diesem Trend profitieren wir alle. Also bitte weiter so!

Menopause im Arbeitsleben

Die Lebensmitte. Da kommt viel zusammen. Wir schauen zurück, wiegen ab, was ist, und malen uns aus, was kommt. Das kann auch ganz ohne menopausebedingte Hormondisco emotional sein. Wir sind uns darüber klar, was uns ausmacht, welche Werte uns tragen, was wir besonders gut können und worauf wir in Zukunft vielleicht lieber verzichten. Die Menopause ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Wandel. Wir sind weiterhin leistungsfähig, ambitioniert und versiert. Wir sind erfahren und vielleicht auch ein bisschen weiser. Arbeitgeber*innen, die sich früh darüber Gedanken machen, wie sie Frauen in ihren Unternehmen in dieser Phase unterstützen, sind anderen weit voraus. Denn wir werden gebraucht.

 

Praktische Maßnahmen beinhalten:

  • Individuelle Anpassung der Raumtemperatur
  • Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsmodelle
  • Zugang zu Toiletten und Trinkwasser
  • Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten
  • Umkleiden mit Waschgelegenheiten

 

In der zweiten Lebenshälfte erwarten uns weitere 20-30, hoffentlich erfüllte, Arbeitsjahre. Verständnis, kollegiale Unterstützung und eine größere Sanftheit im Umgang mit dem erlebten Wandel helfen Frauen, sich in dieser Lebensphase beruflich und persönlich nicht ausgegrenzt und stigmatisiert zu fühlen. Der Fachkräftemangel in Deutschland ist längst Realität. Wenn wir auch nicht mehr in mehreren Generationen unter einem Dach leben, lasst uns wenigstens weiterhin unter einem gemeinsamen Dach arbeiten. Das bedeutet, unsere Bedürfnisse müssen gesehen und adressiert werden. Davon profitiert nie nur die Einzelne, sondern immer auch die Gesamtgesellschaft.

Guter Rat bleibt die Ausnahme

Zu viele der in der Prä-, Peri- und Menopause auftretenden Begleiterscheinungen sind medizinisch kaum greifbar. Bereits in der Sprechstunde fehlt die Zeit für ausführliche Beratung, denn sie kann bei den Kassen kaum in Rechnung gestellt werden. 16,98 Euro ist die Pauschale, die Praxen pro Kassenpatientin im Quartal abrechnen dürfen. Das ist ein Systemfehler. Wir brauchen keine Pflaster- und Zwiebacklösung, sondern wünschen uns reale Ressourcen und Ratschläge, die unsere individuellen Leiden lindern. Das bedarf gesundheitspolitischer Ansätze, die sich allumfassend mit der Thematik der Menopause auseinandersetzen. Noch gehören die wenigen, auf die Menopause und all ihre Phasen spezialisierten privatärztlichen oder homöopathischen Praxen zu einem Angebot, das lediglich einer Handvoll gutsituierter Frauen zugutekommt. Diesen Missstand gilt es zu korrigieren, und dafür benötigen wir politisches Engagement, Zuspruch und vor allem Veränderung.

Ein politischer Wechselkurs für die Wechseljahre

Bisher gab es wenig bis keinen politischen Diskurs zum Thema Wechseljahre. Mit der Initiative #Wirsind9millionen (das T-Shirt ist für 16,98 Euro, den Preis der Kassenpatientinnen-Beratungspauschale, bei nobodytoldme.com erhältlich) forderten Frauen im März dieses Jahres zum ersten Mal politische Sichtbarkeit und Auseinandersetzung mit dem Thema Menopause. Die Veranstaltung “Oh Meno” mit Dorothee Bär, unter anderem unterstützt durch Autorin Miriam Stein “Die gereizte Frau” und die Gynäkologin Sheila De Liz lud 150 Frauen aus unterschiedlichsten Fach- und Interessenbereichen in den Bundestag ein, darüber zu sprechen, wie sie sich ein politisches Mitwirken ausmalen. Mit der frühen Aufklärung in Schulen, durch Krankenkassen und in den Praxen, wäre es möglich, eine Vielfalt der später auftretenden Krankheitsleiden zu verhindern. Das wäre nicht nur vorausschauende, sondern vor allem fraueninklusive Präventionspolitik. Friedrich Merz und Kolleg*innen stellen im September 2023 eine “Kleine Anfrage” zur Politik der Bundesregierung zum Thema Menopause: “Hat die Bundesregierung vor, eine nationale Strategie für das Thema Menopause zu entwickeln?”. Wir finden, die Frage könnte nicht größer sein, warten auf Antwort und bleiben dran.

Hormonersatztherapie vs. pflanzliche Ansätze

Wie andere Lebensphasen überraschen uns auch die Wechseljahre mit einer individuell für uns zusammengestellten Mischung aus Begleiterscheinungen. Obwohl wir keinen Einfluss darauf nehmen können, ob wir zum Team Schlafstörung und Depression oder Haarausfall und Libidoverlust gehören, haben wir sehr wohl Mitspracherecht, wenn es um den Umgang mit diesen Beeinträchtigungen geht. Desto offener wir uns mit unseren Menopauseverläufen zeigen, umso mehr bestärken wir uns gegenseitig in unserer Sichtbarkeit, und das verbindet und stärkt uns. Es gilt Ansätze zu finden, die zu uns und unserem Leben passen. Ob wir dabei auf Hormonersatztherapien oder auf evidenzbasierte, hormonfreie und pflanzliche Ansätze wie “EstroG-100” bauen, bleibt uns selbst überlassen. Selbsterfahrung bedeutet Selbstbestimmung, und der Austausch unserer Erfahrungen ist Gold wert und trägt uns.

Meno-Positivity?

Die erlebten Veränderungen, die die Menopause mit sich bringt, berühren jede Facette unseres Lebens. Es gibt keine Pausetaste. Keinen Patentverlauf. Nicht den einen Ansatz, der uns Balance bringt. Meno-Positivity kann nur dann gedeihen, wenn wir dieser Lebensphase offen begegnen. Wir wünschen uns, früher zu lernen, was uns erwartet, und möchten uns informieren, bevor wir überrumpelt und umgepustet werden. Dafür benötigen wir aufrichtiges Engagement und die Aufklärung aller Akteure: Betroffene, Fachleute und die Öffentlichkeit. Verbindung und Austausch sind die Grundlage für diese Entwicklung. Der Welt-Menopause-Tag ist dabei ein besonderer Anlass, den Diskurs in Richtung echter Veränderung im Umgang mit dieser herausfordernden Lebensphase zu bewirken. Darin liegen die Chancen. Die reale Möglichkeit, ganz bei uns zu bleiben und uns gegenseitig zu unterstützen, während wir uns wieder einmal verändern. Das ist aufregend und wertvoll.

Eure Linnie

Ellas Kolumne
AUTORIN

Linnie von Sky…

… ist eine Bloggerin, die unter dem Namen “Ella’s Kolumne” im menoelle Menoemag eine informative Kolumne zu allen Themen rund um die Wechseljahre betreibt. Ihre Beiträge sind Gedankenanstöße rund um die Wechseljahre: inspirierend, frisch und authentisch.

Linnie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern, lebt in Berlin und steht selbstbewusst ihre Frau. Sie ist in den Vierzigern und weiß, was Frauen in diesem Alter bewegt, kennt ihre Wünsche, aber auch ihre Gedanken rund ums Älterwerden, Partnerschaft, Gesundheit und die Zukunft.

Linnie schreibt über verschiedene Themen, sowohl aus eigener Erfahrung als auch über das, was sie an den Nachbartischen der Welt aufschnappt. Mit einer Vorliebe für Adjektive beschreibt und verfasst sie Texte über all das, was endlich aus der Schublade kommen darf.

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Lust auf Liebe. Sex und Sexualität im Alter

Lust auf Liebe. Sex und Sexualität im Alter.

 

Hallo ihr Lieben,

let’s talk about Sex Baby, let’s talk about you and me. Let’s talk about all the good things and the bad things that may be: z.B. Vaginose und Scheidentrockenheit. Na Du? Unfassbar Bock weiterzulesen, nicht wahr?

Eins schon mal vorweg. Sex in der Menopause? „Biologisch ist alles möglich – auch im Alter“, sagt Eleonore Pfundstein, Sexualtherapeutin bei pro familia in Heilbronn. Phew. Ausatmen und einmal laut Losstöhnen. Das löst nicht nur Verspannungen, sondern begünstigt auch sexuelle Höhepunkte. Kopfkino!

Film ab.

Sex im Alter

Seit der ersten taschenlampenbeleuchteten Bettdeckenzelt Dr. Sommer Lesestunde, in der BRAVO der großen Schwester unserer besten Freundin, wissen wir wie‘s läuft. Die Sonne geht über dem Elbstrand unter. Seine Zunge dringt weich und warm in meinen Mund ein und im selben Moment gleitet sein erigiertes Glied in meine feuchte Scheide. Wir kreisen im Takt der quiekenden Möwen und kommen gleichzeitig zum Orgasmus.

Liebe/r (mal ganz ehrlich, lass den Kater aus dem Sack, du bist doch ein Mann, oder)? Dr. Sommer. Im Namen aller Mädchen, die heute mittelaltrige Frauen sind: F*$% Dich. Bis in die Sonnenuntergangsphasen meiner zwanziger Jahre, dachte ich, dass ich kaputt bin, weil ich es nicht schaffe, mich mit meinem Partner an den Stränden von Rimini und Lloret de Mar zum Simultanorgasmus zu kreisen.

Obwohl die BRAVO sagenhaftes für die Selbstbewusstseinsemanzipation des männlichen Geschlechtsorgans beigetragen hat (fair, schlaffe Vorhaut an einem nicht erigiertem Penis hat dank modernster Selbstauslösertechnik endlich den verdienten Platz an der Sonne bekommen), hat die BRAVO genau nichts für meine Schamlippenscham, meiner, je nach Zyklus und hormondiskobedingten, Muschiaromaverklemmtheit, oder „Aua, das schubbert beim Verkehr“-Not gemacht.

Der beleidigt aussortierte Ex-Freund erzählt der Welt, dass meine First Lady nach Fisch riecht (unter uns Damen übrigens allem Anschein nach sein Lieblingssashimi, weil dauergeil und so) und ich kuriere Körperbewussten Sach- und Lernwerken, die das Selbstwert- und Selbstbewusstseinsgefühl unserer Töchter für immer Teflon beschichten.

(Eine kleine Auswahl von Lieblingswerken: Alle haben einen Po Carl Hanser Verlag, Überall Popos Klett Kinderbuch, Liebe deinen Körper, Zuckersüß Verlag. Bitte schön.)

Die Kinder sind aus dem Haus, wir haben uns beim jugendlichen Ausleben ihrer ersten sexuellen Begegnungen die Bettdecken über die Ohren gedrückt und endlich könnten wir loslassen, lostoben und losstöhnen. Klar möchten unsere Kids denken, dass sexuelle Befriedigung der knackfrischen Jugend gehört, aber mal ganz ehrlich. Wissen wir nicht erst über vierzig so richtig wo’s uns kitzelt, prickelt und erregt? In der Wiederbelebungsphase unserer gemeinsamen Sexualität nach Kindern und Vasektomie erleben wir uns zum ersten Mal wieder unverklemmt losgelöst, sinnlich und definitiv mehr als nur kuschelnd. Heavy Petting und Knutschexzesse, gehören wieder auf den Wochenplan, und wir feiern es. Nix Libidoverlust und wenn doch, dann eben sexuelle Neuentdeckung mit mir selbst. Audioporn (femtasy rockt), Indie Porn (Erika Lust…ihr dankt’s mir noch), Womanizer und ab geht’s. Selbstliebe der Extraklassen. Zunächst mal wieder mit mir selbst. Denn wie soll ich jemandem meine neuen Knöpfe, Winkel und Tasten erklären, wenn ich die Bedienungsanleitung nie praxiserprobt habe.

Wissenschaftliche Studien, und die Stories der Nachbarschaftsladies nach einem Glass Cremöngchen beweisen, dass Menschen jenseits der Vier Null keineswegs die Lust auf Sex verlieren. Ein Artikel des MENO Magazins, Ausgabe 2019, beschreibt, dass nur 50 % der Frauen während der Wechseljahre von sexueller Unlust betroffen sind. Folglich ist die andere Hälfte nicht betroffen. Geil!

Erotik im Alter

Nur weil Salz und Pfeffer Haar, Falten und Mittelaltererotik in den Medien kaum gepaart werden, heißt das bei weitem nicht, dass Sexualität in und jenseits der Menopause nicht stattfindet.

Ganz im Gegenteil. Natürlich nimmt bei der einen oder anderen Lady die Lust auf Sex hormonell bedingt ab. Aber längst nicht bei Allen, und Lust auf Sex gleicht nicht der Lust auf Sexualität oder Erotik. Sie alle haben Lust auf Liebeleien, und mehr als Eine sucht gezielt, wenn auch viel zu oft heimlich, nach Abhilfe für körperliche Sex-Verhinderer. So leicht kommt uns unsere gesteigerte Lust und Bock auf Erotik nicht davon.

Zeit für den 2. Frühling

Die gute Nachricht: Für Vaginose, Depression, den Tanz der Hormone und Scheidentrockenheit gibt es Abhilfe. Tantra-Seminare und Vaginalprodukte boomen, nicht zuletzt, weil die Boomer-Generation in die Best-Ager-Jahre kommen. Sie haben die sexuelle Befreiung der 60er- und 70er- Jahre miterlebt hat. BH-Verbrennungen und Antibabypille. Und da sollen wir jetzt, altersbedingt, am lustbefreiten Lebensmodell unserer Eltern oder Großeltern festhalten? Die Denke kommt mir nicht zwischen die Laken!

Mehr als 80 % der befragten Frauen gaben an, dass sie unter der Abnahme ihrer Libido leiden. Eine erfüllte Sexualität nach der Menopause sei sehr wichtig für sie.

53 % sagten, mit abnehmender Libido fühlten sie sich alt und unglücklich.

29 % glaubten, dass ihre Lebensqualität deutlich verbessert würde, wenn sie ein erfülltes Sexualleben hätten.

Aber lediglich 2 % der Frauen suchen speziell für dieses Problem ärztlichen Rat auf, und ich ahne, dass sich in den letzten 21 Jahren da wenig bewegt hat.

Mit jedem fortgeschrittenen Lebensjahr fühle ich mich befreiter, sinnlicher und mehr bei mir angekommen. Mein persönliches Verlangen nach Sex und Erotik nimmt stetig zu, und ich erlebe meine Freundinnen und Mitfrauen, als selbstbewusster, schöner und erotischer denn je.

Sie berichten von ihrer sinnlicheren und intensiveren Sexualität, wenn auch ab und an mit sich selbst. Zu diesem Ergebnis kam die im Jahre 2002 (durchaus veraltet, aber sicher nicht weniger relevant) durchgeführte Studie „Sexuality and Well Being Study in Women over 50“ eines österreichischen Pharmaherstellers. Dabei wurden 1.802 Frauen zwischen 50 und 60 Jahren zu ihren klimakterischen Symptomen befragt.

“Sexualität nach der Menopause galt lange Zeit als Tabu. Erst die Generation der sogenannten Pillenfrauen bricht dieses Klischee auf”, sagt die Psychologin Prof. Dr. Gerti Senger. “Trotzdem haben viele Frauen jenseits der 50 immer noch Probleme, offen über ihre Sexualität beziehungsweise einen eventuellen Libidoverlust zu sprechen.”

Natürlich belastet diese Kommunikationsverklemmtheit die Partnerschaft.

Gefühlschaos, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen treiben uns selbst und unsere Partner:innen zum Abgrund der Lustwüste. Stellt euch doch einmal vor, ihr würdet euch offen zu euch äußern. Euch emotional nacktmachen. Psyche, Hormone und andere Stoffwechselfaktoren sind von so vielen inneren und äußeren Prozessen abhängig, die wir genauso wenig wie das Blinzeln regulieren können. Oder doch?

Wechseljahre - Partnerschaft

Die Hormondisco gibt den Ton an

In Uppsala (Lieblingsstadtname) wurde geforscht, und die Studie gilt als Meilenstein der Sexualitätsforschung. B.J. Meyerson verabreicht einem kastrierten Ratterich Östrogen und „behandelt“ die Rattendame mit Testosteron. Rattenmännchen trifft auf Rattenweibchen und ab gings. Beobachtet und beschrieben wurde ein rattenscharfes Sexualspektakel! Ein Forschungsdurchbruch deshalb, weil ihr Sexualverhalten war, den Hormongaben entsprechend, invers.

Tja, wenn’s mal so leicht wäre. Die Wechseljahre sind häufig der Moment der ersten Lebensbilanz. Wir beschreiben uns als verwelkend und vergessen, die Perspektive zu wechseln. Wollen wir nicht gemeinsam umdenken und verstehen, dass wir am Aufblühen sind? Natürlich kann das Einschleichen der einen oder anderen chronischen Krankheit (Diabetes, Adipositas, Bluthochdruck etc.) mal ordentlich aufs Libido schlagen, aber schauen wir wirklich andere Frauen an und denken leise: die war auch mal attraktiv und sexy? Viel öfter als nicht erlebe ich Frauen mittleren Alters als befreit, reif, sinnlich und vor allem schön. Ihre Falten und Röllchen erzählen Geschichten über vergangene Tage und Kapitel und endlich tauchen sie auch in der Werbung öfter mal auf. Stellt euch vor, das Leben und das Erlebte hinterlässt Spuren. Wollen wir die wirklich wegradieren und ausbügeln? Wäre nicht die Selbstaussöhnung die einzige Optimierungsarbeit von Interesse und Relevanz?

Aufblühen - Erotik im Alter

Nee. Du bist nicht allein. Sexuelle Lustlosigkeit ist Volkskrankheit. Was dagegen zu unternehmen, eine lohnende und durchaus reizvolle Vollzeitbeschäftigung. Sanfte und wohlwollende Selbstbetrachtung, Liebkosung, Bewegung und Alles das, was Schweiß treibt, begünstigt die Endorphinausschüttung. Wie du deine Glückshormone produzierst, sei deiner eigenen Phantasie überlassen.

Das ist die Flexibilität des Alterns. Du kannst alles und musst nichts. Widme dich Dir und deinem Partner. Mal der einen, mal dem anderen. Entdecke Dich und/oder Euch neu. Lass Dich nicht stressen. Das begünstig nur den Lustverlust. Übrigens an Allem. Lebensweisheit. Dank mir später.

Zu guter Letzt: Was ist da unten eigentlich los?

Konkrete körperliche Problemchen schieben wir auf den abfallenden Östrogenspiegel. Vagina und Scheide verändern natürlich ihre Struktur und werden trockener. Mal ehrlich: vor der Pubertät, sah unsere Liebste auch nicht aus wie mit Mitte dreißig. Säureschutz und pH-Wert verändern sich ein Leben lang.

Leider kann diese Veränderung auch mal zu bakteriellen Entzündungen mit so lala duftendem Ausfluss und starkem Juckreiz führen (Vaginose). Im schlimmsten Fall erlebt Frau Schmerzen beim Sex durch Scheidentrockenheit. Klar ist das ein Lust- und Libido-Killer.

Dem Thema Scheidentrockenheit haben wir übrigens einen eigenen Artikel gewidmet. Hier geht’s lang.

 

So Ladies. Das war’s erstmal. Fazit. Du bist natürlich wundervoll. Stress Dich nicht. Erlebe Dich selbst und sei Dir sicher: Du bist nicht alleine und ganz und gar natürlich. Ab mit Dir: viel Spaß beim Spielen. Alles im Namen der (Selbster)forschung.

Eure Linnie

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Umfassende Informationen und zahlreiche Tipps zu dem Thema kannst du hier nachlesen.

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Linnie von Sky…

… ist eine Bloggerin, die unter dem Namen “Linnie’s Kolumne” im menoelle Menoemag eine informative Kolumne zu allen Themen rund um die Wechseljahre betreibt. Ihre Beiträge sind Gedankenanstöße rund um die Wechseljahre: inspirierend, frisch und authentisch.

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Abnehmen in den Wechseljahren

Abnehmen in den Wechseljahren: Mit diesen Tipps gelingt es (eure Kurven zu halten).

 

Hallo ihr Lieben,

kaum eine Fragestellung wird, mit Zweifingersuchtechnik, öfter in die Suchmaschinen getippt, als die Phrase: Abnehmen in den Wechseljahren. Heiliger Bimbam. Sind wir nicht irgendwann durch mit dem Thema? Wir haben uns kollektiv zahlreiche Dekaden verderben lassen, weil wir der Meinung waren, dass wir sie rank und schlank viel schöner (v)erlebt hätten?

Kohlsüppchen hier, Friss die Hälfte da, heute nur Bacon, morgen nur Shakes. Was ein unwillkommenes Déjà-vu. Findest Du nicht?

Ella's Kolumne - Abnehmen in den Wechseljahren

Abnehmen in den Wechseljahren: Eine Herausforderung für Frauen im hormonellen Wandel

Warum können wir in der Lebensmitte nicht endlich zu unserer eigenen Mitte stehen? Die Selbstoptimierung meiner vierziger Dekade ist das komplette Freimachen von Diätendidaktik und beklemmender Kurven- und Dellenkritik an mir selbst. Klappt gut, solange ich keine Heftchen beim Frisör blättere. Für mich bedeutet das Freiheit und Selbstliebe.

Sicher, Du darfst gerne „Warte Du erstmal ab“ maunzen und wahrscheinlich hast Du recht, denn Gewichtszunahme in den Wechseljahren bedeutet für die Mehrzahl von Frauen Leidensdruck, Selbstoptimierungsalarm und die Sehnsucht nach der verflossenen Silhouette. Ich habe gut reden. 74kg, gut verteilt und sinnlich. Empfinde ich das in wenigen Jahren und bei den ersten sichtbaren Gewichtsverlagerungen noch genauso?

Gewichtszunahme als Begleiterscheinung der Wechseljahre

Die weitverbreitete Zunahme von Pfunden und damit einhergehende Abnahme von Kurven in den Wechseljahren wird, wie all unsere körperlichen Wandel, multifaktoriell begünstigt. Hinter der Umverteilung von Pölsterchen und dem Einschleichen des allseits gefürchteten viszeralen Bauchfettes, das chronische Erkrankungen wie Typ II Diabetes begünstigt, verbergen sich vielfältige biologische Veränderungen. Diese zu verinnerlichen, Verständnis auf- und Verwirrung abzubauen, hilft uns, einiges zu begreifen.

Abnehmen Wechseljahre

Ursachen der Gewichtszunahme

Die Veränderung des Stoffwechsels, der Abbau von Muskelmasse, schlechter Schlaf und erhöhter Stress können allesamt den Zeiger auf der Waage bewegen.

  • Der Spiegel des weiblichen Hormons Östrogen sinkt
  • Die Wirkung des männlichen Hormons Testosteron kommt mehr zum Tragen
  • Der Grundumsatz und damit der Kalorienbedarf sinkt
  • Erhöhter Stresslevel
  • Verringerter oder schlechterer Schlaf

Abnehmen Wechseljahre: Die Biologie des Abnehmens

Die Biologie des Abnehmens gibt vor, dass unser Körper alles tut, um jeglichem dauerhaften Gewichtsverlust vehement entgegenzusteuern und das Ausgangsgewicht wiederherzustellen. Auf unsere Biologie können wir zählen. Sollte uns eine Gewichtsabnahme gelingen, steuert uns unsere Biologie zuverlässig auf das Ausgangsgewicht zurück. Diese fundamentale Körperfunktion unseres hochkomplizierten biologischen Systems, bildet die Grundlage dafür, dass nahezu alle Versuche, Gewicht dauerhaft zu reduzieren, zum Scheitern verurteilt sind.

Dieser natürlichen Zwickmühle verdanken wir unser Malheur und es tut mir leid, Dir zu berichten, dass sich die Situation in den Wechseljahren verschärft. Genau dieser komplexen Biologie verdanken wir auch, dass unser Körper immer wieder sein Höchstgewicht anstrebt. Jedes wechseljahrbedingte Pfund verstellt diesen Gewichtssollwert nach oben. Daher ist das eigentliche Ziel eine Gewichtszunahme zu verhindern, um die Sollwertverstellung Deines Gewichts zu vermeiden.

Wechseljahre Abnehmen

Abnehmen in den Wechseljahren: Wie kann der Gewichtszunahme entgegengewirkt werden?

Neue Umstände bedeuten neue Gewohnheiten. Unser körperlicher Wandel lädt uns ein, einen frischen Blick auf unsere Alltagsroutinen zu werfen.

Natürlich können wir unseren Körper stärken. Die Tipps zur Anpassung des Lebensstils sind vielfältig. Tut Euch also den Gefallen und versprecht Eurer Seele, nicht gleich der nächsten gehypten Diät zu folgen. Gewichts-Jojo-Olympiaden sind und bleiben der Endgegner.

Worauf sollst Du stattdessen wertlegen?

  • Bewusste Ernährung (ohne Verzicht)
  • Heiliger Schlaf (in allen Lebenslagen und -abschnitten zu empfehlen)
  • Leichtes Muskelkrafttraining (mehr Muskeln, mehr Grundumsatz)
  • Ausreichend Bewegung (Deine mentale Gesundheit dankt es Dir)
  • Aktives Stressmanagement (Meditation, Waldbaden, etc.)
  • All das Schöne im Leben genießen (die Zeit läuft)

Ende des Lieds

Stress Dich nicht, beweg Dich weiter, hebe die ein oder andere Hantel, priorisiere deinen Schönheitsschlaf, atme tief durch und umarme die Natur, Deine inklusive. Widme Dich weiterhin den wirklich wertvollen Dingen im Leben, denn so bleibt die Sache rund und vor allem gesund.

Fühl Dich geherzt. Mitten aus dem Leben.

Deine Linnie

Ellas Kolumne
AUTORIN

Linnie von Sky…

… ist eine Bloggerin, die unter dem Namen “Ella’s Kolumne” im menoelle Menoemag eine informative Kolumne zu allen Themen rund um die Wechseljahre betreibt. Ihre Beiträge sind Gedankenanstöße rund um die Wechseljahre: inspirierend, frisch und authentisch.

Linnie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern, lebt in Berlin und steht selbstbewusst ihre Frau. Sie ist in den Vierzigern und weiß, was Frauen in diesem Alter bewegt, kennt ihre Wünsche, aber auch ihre Gedanken rund ums Älterwerden, Partnerschaft, Gesundheit und die Zukunft.

Linnie schreibt über verschiedene Themen, sowohl aus eigener Erfahrung als auch über das, was sie an den Nachbartischen der Welt aufschnappt. Mit einer Vorliebe für Adjektive beschreibt und verfasst sie Texte über all das, was endlich aus der Schublade kommen darf.

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